Neues Spielzeug: Papyrus Autor 8.5

Ich liebe technische Spielereien. Ich verehre sie. Selbst wenn ich sie nicht brauche. Heute ist etwas auf meinem Computer eingezogen, das weit mehr ist als nur eine Spielerei. Die eierlegende Wollmilchsau unter den Schreibprogrammen: Papyrus Autor 8.5. Es fühlt sich an wie Weihnachten. Im April.

 

Im letzten Jahr hatte ich mich bereits nach Programmen umgesehen, die die Schreiberei erleichtern und mein kreatives Schaffen sinnvoll unterstützen. Mit Word arbeite ich ohnehin nur, wenn ich muss. Das Programm zwingt mir sein Halbwissen auf und nervt einfach. Pages (die Mac-Textverarbeitung) ist schöner, schlanker, intelligenter; aber auch nicht das Gelbe vom Ei. In Sachen Rechtschreibung kann man beide in die Tonne kloppen. Ich wollte eine schlanke Lösung, die die Konzentration auf das Wesentliche unterstützt und nach Möglichkeit nicht allzu viel kostet. Letztendlich bin ich bei MacDown hängen geblieben, einem Open Source Markdown-Editor, der für meinen Geschmack genau die richtige Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten bereithält.

 

Neue Ansprüche und ein umfangreicheres Buchprojekt (dazu in einem folgenden Blogartikel mehr) ließen mich erneut die Fühler ausstrecken. Nach einiger Recherche habe ich mich entschieden, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen und mir was zu gönnen: Papyrus Autor 8.5. Schon der Klang des Namens verursacht mir eine Gänsehaut! Ich schreibe diesen Blogeintrag nur, weil ich Lust habe, die Funktionen des Programms auszutesten. Papyrus geht hart mit mir ins Gericht; während ich tippe, prüft es auf Wunsch nicht nur Rechtschreibung und Grammatik nach den Regeln des Duden, sondern kreidet auch gnadenlos Füllwörter, langweilige Verben und fade Adjektive an. Und hinterlegt die Absätze farblich nach Lesbarkeit. Blau und grün: gut. Gelb: naja. Orange und rot: Schreib’s nochmal.

 

Bandwurmsätze, die sich in elenden Verschachtelungen immer länger und länger aneinanderreihen und auf Gedeih und Verderb kein Ende nehmen wollen, bei denen der rettende Punkt am Satzende einfach nicht in Sicht kommt und der Leser keine Chance hat, zwischendurch an einem Komma oder Semikolon nach Luft zu schnappen, mag Papyrus so einfach mal überhaupt nicht.

 

Kann ich verstehen. Schon das Schreiben bereitet mir Magenschmerzen. Vom Lesen wollen wir gar nicht reden. So sieht das Ganze durch Papyrus' Argusaugen aus:

 

Blogeintrag geschrieben in Papyrus
Papyrus Autor 8.5 nimmt den Text genau unter die Lupe

 

Neben den farbenfrohen Vorschlägen zu Rechtschreibung, Stil und Lesbarkeit hat Papyrus noch weitere Features an Bord. Leider macht es keinen Sinn, für einen Blogeintrag von knapp 500 Wörtern das Denkbrett, den Zeitstrahl, die Figurendatenbank oder das Klemmbrett zu bemühen. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, an meinem ersten eigenen Buch zu arbeiten. Ein paar blasse Ideen schwirren mir schon im Hinterkopf herum und warten darauf, zu Papier gebracht zu werden. Oh ja, Denkbrett, Zeitstrahl, Figurendatenbank und Klemmbrett: Eure Zeit wird kommen!

 

Ganz ehrlich: Ich durchschaue noch nicht einmal die Hälfte der Features dieses wunderbaren Programms. Und ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass ich sie alle benötige. Aber das ist egal. Sie sind da und ich kann sie verwenden, wenn mir der Sinn danach steht. Ich glaube, das letzte Spielzeug, über das ich derart aus dem Häuschen geraten bin, war mein Playmobil-Zoo.

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