Die Kunst, ein Notizbuch zu führen | Teil 3

5 Tipps für die Notizbuch-Praxis

 

Den ausgefuchsten Masterplan zur Kunst, ein Notizbuch zu führen und dabei das eigene Leben in den Griff zu kriegen, hast du in diesem Artikel nicht gefunden. Enttäuscht? Solltest du nicht sein. Klar, wir suchen gerne nach der einen Lösung mit der Erfolgsgarantie, aber die gibt es selten. Wir sind nunmal alle verschieden. Und wir verändern uns jeden Tag. Wie soll da ein System für alles passen? Statt eine Schublade aufzumachen und dich reinzulegen, kannst du einfach dein eigenes Schubladendings bauen und aus jeder Schublade das rausholen, was für dich jetzt gerade passt. Das ist effizienter und macht glücklicher. Zum Abschluss kommen hier fünf Tipps, die ich dir aus meiner Notizbuch-Praxis mit auf den Weg geben möchte:

 

1. Wähle das passende Material!

 

Investiere ein paar Gedanken und ein bisschen Geld in dein Arbeitsmaterial. Notizbücher gibt es mit Hard- oder Softcover in verschiedenen Größen; kariert, liniert, punktkariert, blanko, mit unterschiedlichen Papierfarben. Such dir eins aus, das dir wirklich gefällt und das du gerne in die Hand nimmst. Mein Favorit ist eines in A5 von Faber-Castell, das es in drei verschiedenen Farben gibt, hier zu finden. 

Gescheite Stifte sind für mich ebenfalls wichtig. Am liebsten schreibe ich mit den schwarzen PITT Artist Pens von Faber-Castell (nein, ich kriege kein Geld für die Werbung), die es in diesem sinnvollen Set gibt. Buntstifte (ja, von Faber-Castell), Aquarellfarben, Washi-Tapes und ein paar Spezialstifte mit Glitter und Co. ergänzen das Arsenal, wenn mich die Kreativität überkommt. Unterwegs habe ich nur einen Kuli dabei – mit schwarzer Tinte, weil Blau mich nervt.

 

Meine Grundausstattung: schwarze Stifte & Washi-Tapes
Meine Grundausstattung: schwarze Stifte & Washi-Tapes

2. Erschaffe dein System!

 

Teste unterschiedliche Systeme und pick dir das Passende raus. Zen To Done und Bullet Journaling sind zwei Methoden, die ich für gut und hilfreich halte – aber eben nicht immer. In beiden wird mit verschiedenen Elementen gearbeitet, die dafür sorgen sollen, dass man Kleinigkeiten auf die Reihe kriegt und gleichzeitig das große Ganze, die wirklich wichtigen Dinge im Leben, nicht aus den Augen verliert. Jahresziele zum Beispiel. Solche Elemente sollte ein gutes Notizbuch meiner Meinung nach enthalten – denn sonst ist es nur ein weiteres Tool, um dich im Hamsterrad beschäftigt zu halten. Wie genau du die großen Ziele zu Papier bringst und wie viel Raum du ihnen gibst, ist deine Entscheidung, die du immer wieder neu treffen darfst. 

 

3. Finde deine Ordnung!

 

Simples Beispiel: Leg ein Inhaltsverzeichnis an. Ich persönlich schreibe keins, obwohl mein Notizbuch extra Seiten dafür hat. Warum? Weil es mir zu viel Arbeit ist. Ich mag einfache Sachen und meine Ordnung sieht so aus: Auf neue Seiten schreibe ich oben das Datum. Fertig. Damit finde ich mich erstaunlich gut zurecht, weil ich mich erinnere, wann ich was aufgeschrieben habe. An Seiten, die ich später garantiert noch häufiger brauche, klebe ich einen Marker oder mache einfach ein Eselsohr hinein. Ist nicht schön, erfüllt aber den Zweck.

 

Wichtige Seiten kriegen Marker, der Rest wird nach Datum sortiert.
Wichtige Seiten kriegen Marker, der Rest wird nach Datum sortiert.

4. Keep it simple!

 

Betreibe nicht mehr Aufwand, als dir guttut. Wenn du gerne malst und Spaß dran hast, Listen in verschiedenen Farben zu erstellen, dann mach’s. Wenn du keine Lust drauf hast und es nicht brauchst, dann lass es. Halte dein Notizbuch so einfach wie möglich, erschaff dir mit seiner Pflege kein weiteres lästiges To-do. Erlaub dir auch, Dinge, die du kompliziert begonnen hast, zu vereinfachen oder zu streichen. Du hattest Spaß dran? Cool. Du hast keinen Spaß mehr dran? Dann lass es sein. Du bist nicht der Sklave deines Notizbuchs.

 

Auch dafür ist ein Notizbuch da: Rezept für Fantakuchen ;)
Auch dafür ist ein Notizbuch da: Rezept für Fantakuchen ;)

5. Benutze dein Notizbuch!

 

Mein Notizbuch liegt tatsächlich die meiste Zeit griffbereit in meiner Nähe. Hätte ich es in irgendeiner Schublade vergraben, würde ich es nicht verwenden – aus »Ich muss nachher noch das und das machen« wird dann »Ich muss nachher noch in mein Notizbuch eintragen, dass ich das und das machen muss«. Igitt. Das Ding liegt bei mir und ich kann Sachen direkt aufschreiben oder durchstreichen. Nur dann verwende ich es und nur dann ist es ein sinnvolles Werkzeug.

 

Na, Lust auf Notizbuch bekommen? Dann probier's einfach aus! Mit dem Notizbuch machst du deinen Kopf frei, nimmst dir selbst eine Menge von deinem Alltagsstress und behältst den Überblick über die Dinge, die gerade anstehen. Du kannst deine Zeit sinnvoll einteilen, produktiver arbeiten und gewinnst letztlich mehr Zeit und Ruhe für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind. 

 

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